Einen spannenden und frühlingshaften Ausflug erlebten die Klassen 2a und 2b bei ihrem Besuch im Stadtmuseum Kaufbeuren. Dort nahmen die Kinder an einem Workshop teil und erkundeten gemeinsam die Ausstellung über frühe Fotografie im Allgäu.
Im Mittelpunkt standen alte Fotografien der Allgäuer Fotopioniere. Besonders beeindruckend fanden die Schülerinnen und Schüler die Geschichte von Auguste Städele aus Missen und den Fotografen-Brüdern Fritz Heimhuber und Eugen Heimhuber aus Sonthofen.
Die Zeit um 1900 war eine Zeit großer Veränderungen: Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kunst entwickelten sich rasant. Während auf dem Land vieles noch traditionell blieb, verbreiteten sich neue Erfindungen wie Strom, Motoren und moderne Mode schnell – sogar bis in die Alpentäler.
Im Allgäu hielten Fotopioniere diese spannende Zeit mit ihren Kameras fest. Auguste Städele, eine Bäuerin aus dem Ort Missen, gilt als eine der ersten fotografierenden Bäuerinnen überhaupt. Ihre erste Plattenkamera hatte sie vom Dorfkaplan geschenkt bekommen. Damit fotografierte sie das Leben in ihrer Heimat.
Im Workshop durften die Kinder selbst eine Kamera basteln und entdecken, wie früher fotografiert wurde und was alte Fotos über das Leben vor mehr als 100 Jahren erzählen können. Dabei betrachteten sie aufmerksam viele spannende Aufnahmen und tauschten ihre Beobachtungen aus.
Nach so vielen Eindrücken durfte natürlich auch der Genuss nicht fehlen: Zum Abschluss des Ausflugs gab es für alle noch ein leckeres Eis – auch ohne Frühlingssonne – ein schöner Ausklang für einen gelungenen Vormittag in Kaufbeuren.
Ganz lieben DANK an Frau Mayer, Frau Bracht und Frau Engels für ihre Begleitung und Unterstützung.
Dorothea Reuter
